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"Zwanghafte Liebe" by me

Neues Werk... Ka warum sie entstand... hatte einfach mal über das thema nachgedacht... Comments bitte ins GB.

 

Die Abschiedsfeier meines besten Freundes.

Ich stehe in der Ecke und ziehe lässig an meiner Zigarette. Eigentlich suche ich hier nach neuen Bekanntschaften. Um mich herum sind viele Menschen, die wenigsten erscheinen mir jedoch interessant. Ein Haufen Mädchen sind hier, doch sie sehen alle gleich aus.

Mit einem Schwall kalter Luft kommt eine Gruppe neuer Leute in den Raum.

In der Gruppe sehe ich ein Mädchen, die anders ist. Langes , braunes Haar und grüne Augen.

Ich kenne sie flüchtig, sie macht ihren Führerschein in derselben Fahrschule.

Langsam erinnere ich mich an ihren Namen: Emily.

Nach ungefähr einer Stunde traue ich mich sie anzusprechen.

Sie steht alleine herum, ein Glas in der Hand. Ich gehe zu ihr, beginne ein Gespräch.

Der Abend ist wunderbar, es hat direkt gefunkt.

Die nächsten Tage verbringen wir gemeinsam, unsere Beziehung ist einfach nur grandios.

 

Nach ein paar Wochen merke ich, dass Emily mir gegenüber sehr komisch wird. 

Sie sagt unsere Treffen dauernd ab, geht nicht mehr ans Telefon.

Jetzt ist es mir klar: „Diese Schlampe geht mir fremd“

 

Ich stehe vor ihrer Tür, klingle sturm. Als sie nicht öffnet, fange ich an gegen ihre Wohnungstür zu treten. Von innen höre ich schnelle Schritte. Jemand reißt die Tür einen Spalt auf und ich höre schluchzen. „Lass mich in Ruhe, du Schwein!“ Indem ich weiter gegen die Tür trete, nötige ich sie mir aufzumachen. In ihrer Küche will ich sie dann zur Rede stellen, doch sie ist nur am Heulen. Als ich ihr Vorwerfe mir fremdzugehen, lacht sie jedoch auf.

Sie gibt mir zu verstehen, dass sie die Beziehung beenden möchte, weil ich rasend eifersüchtig bin, ihr alles verbiete und sie schon mehrmals bedroht habe.

Das kann doch gar nicht sein. Ich lasse mich doch nicht einfach abservieren, diese Gründe sind erlogen. Ich fange an herumzuschreien, doch plötzlich Schreie vor ihrer Tür.

Die Nachbarn stehen vor der Tür und fordern sie aufzumachen, weil sie Streit gehört haben. Ich reiße die Türe auf und renne an ihnen vorbei auf die Straße. Im Dunkeln laufe ich nach Hause. Ich weiß, die Sache mit Emily ist noch lange nicht erledigt.

 

Sie beantwortet meine Anrufe nicht und will sich nicht mehr auf mich einlassen.

Ich werde nicht aufgeben. Ich kann sie wieder für mich gewinnen.

Seit dem Vorfall rufe ich sie jeden Tag an.

 

Mittlerweile rufe ich sie auch nachts an. Ich schicke ihr SMS und spreche auf ihre Mailbox, doch es kommt nichts von ihr zurück. Oft wenn ich nichts zu tun habe, stehe ich vor ihrem Haus und beobachte. Ich will wissen ob sie andere Männer besuchen.

Wenn es Dunkel ist und ich weiß, dass alle Bewohner im Haus sind und schlafen, verstecke ich mir vor ihrer Tür. Manchmal verfolge ich sie auch auf ihrem Weg zur Arbeit. Sie bemerkt es gar nicht.

 

Ich glaube Emily hat Angst. Immer wenn ich Anrufe und sie nur mein Atmen am anderen Ende hört, fängt sie an zu weinen. Sie beschimpft mich auch. Sie droht auch mit Polizei. Ich weiß, dass man mich nicht festnehmen kann. Ich tue ja nichts Verbotenes. Mittlerweile weiß ich, dass ich Emily auf jeden Fall wieder sehen muss.

 

Ich habe mich in ihre Wohnung geschlichen. Es war so einfach. Der Hausmeister scheint nicht mitbekommen zu haben, dass wir uns getrennt hatten. Er hat mir blind ihren Schlüssel anvertraut. Nun sitze ich auf ihrem Sofa und warte auf ihre Rückkehr. Ich wette gegen  23 Uhr ist sie hier.

 

Als sie zur Tür hereinkommt, ahnt sie noch nichts Böses. Sie geht durch die dunkle Wohnung und bemerkt gar nicht, wie ich hinter ihr die Tür abschließe. Sie drückt auf den Schalter für die Deckenbeleuchtung und erschrickt. Doch so schnell wie ich bei ihr bin und ihr meine Hände auf den Mund presse, kann sie gar nicht mehr schreien.

Ich flüstere ihr ins Ohr, dass wenn sie brav ist, ihr nichts passiert. Ich ziehe sie mit mir ins Wohnzimmer, schubse sie auf das Sofa.

Ich drohe ihr, doch sie will auf keinen Fall zurück zu mir. Sie schreit mich an, dass ich ein Stalker bin und dass ich krank bin. Sie hat doch keine Ahnung. Ich tue das alles aus Liebe.

Doch sie will mir nicht gehorchen. Sie schreit und weint.

Ich halte es nicht aus dieses Geschrei.

Ich glaube mein Trommelfell platzt gleich.

 

Sie ist still geworden.

Meine Ohren tun mir weh, es dröhnt in meinem Schädel von ihrem Geschrei.

Nun hält sie endlich ihre verdammte Fresse.

Sie liegt vor mir auf dem Badezimmerboden. Wie ein großer Engel.

Die Arme und Beine hat sie von sich gestreckt.

Emily schläft. Diese Schreierei hat sie sicherlich erschöpft.

Ich will sie küssen, doch ich bemerke wie kalt ihre Lippen sind.

Als ich mich über sie beuge, sehe ich dass sie im Gesicht langsam blau anläuft.

Ich dachte, sie schläft nur…

In kurzen schmerzhaften Momenten kommt meine Erinnerung zurück.

Ich sehe wie ich Emily würge, sie verzieht ihr hübsches Gesicht, ich drücke weiter zu, sie reißt ihre Augen ein letztes Mal weit auf und dann kommt nichts mehr.

Was tue ich nun?

Ich wollte sie doch nicht töten, ich wollte doch nur, dass sie mir endgültig gehört…

Ich greife nach einer Rasierklinge, die ich am Waschbecken liegen sehe.

Am besten nehme ich mir sofort das Leben, dann bin ich bei ihr.

In dem Moment fliegt die Tür auf, vor mir stehen Polizisten.

 

Sie haben mir meine Chance genommen bei ihr zu sein.

Mein neues Zimmer ist nicht so schön wie meine Wohnung. Ich habe ein Bett, eine Toilette, kein Fenster. Jeden Tag muss ich hier mit Leuten reden, die behaupten sie wären  Ärzte.

Ich brauche keine Ärzte. Ich brauche nur Emily.

 

Ich muss aufhören, sie wollen mir meine Tabletten geben.

5.12.06 20:48
 


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